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Man bekommt so einen Spaß am Engagement


Youngagement: Foto von Valerie Fischer

Mit 15 Jahren kam Valerie Fischer (21 Jahre) zu Youngagement. Offenheit, Selbstsicherheit und Verantwortung übernehmen - das hat sie damals gelernt. Dem freiwilligen Engagement ist Valerie treu geblieben: Sie ist Mentorin bei Youngagement und Mitglied in der FreiwilligenAgentur Regensburg.


Valerie, wie sind Sie zu Youngagement gekommen?
Ich war in der neunten Klasse im Müller-Gymnasium. Ein sehr engagierter Lehrer, der Herr Unverdorben, hat dafür Werbung gemacht. Und von den Leuten, die es schon gemacht hatten, hat man nur Positives gehört: Das ist keine lästige Pflicht, sondern man hat gleichzeitig Spaß und tut etwas Sinnvolles. Mit 15 bin ich gerade rausgekommen aus meiner schwierigen Pubertätsphase, da dachte ich mir: Jetzt etwas Cooles, Gutes tun, das passt. Ich habe dann meine Einsatzstelle beim Arbeitskreis ausländische Arbeitnehmer bekommen: Hausaufgabenbetreuung für Kinder aus der Türkei, Afrika, Kosovo. 

Wie lief es dann?
Ich war meistens drei Stunden da, länger als für das Projekt vorgeschrieben. Ich wollte halt auch noch zum Spielen und Reden bleiben, und mit der Zeit hängt man schon auch an den Kindern. Man begleitet sie ja ein Jahr lang, man lernt mit ihnen für ein Ziel, man hört ihnen zu.

Was haben Sie für sich gelernt?
Vor allem Offenheit. Man wird ja, mit 15, in eine ganz neue Situation geworfen und geht mit völlig fremden Menschen in Kontakt. Da lernt man eine gewisse Selbstsicherheit. Und Verantwortung: weil man plötzlich selbst eine pädagogische Rolle hat. Und Disziplin: das ein Jahr durchzuziehen. Wobei ich mir nie dachte: Äh, jetzt musst du da wieder hin. Im Gegenteil dachte ich mir oft, schon mit ein bisschen Stolz: Jetzt hab ich was Gutes getan. Andere sind vielleicht nur rumgehangen in der Zeit. Das gibt einem was zurück - gerade, weil man sich als 15-Jährige ein bisschen absetzen will von seinem Umfeld: Ich habe eine Aufgabe, ich mache etwas, was nicht jeder macht, und ich kann mit meiner eigenen Art punkten.

Hat Sie das für den weiteren Lebensweg mitgeprägt?
Ja, schon allein in dem Sinn, dass ich seither Mitglied in der Freiwilligenagentur bin. Man bekommt so einen Spaß am Engagement. Das ist etwas, was man lernen muss: wohin gehen und helfen. Man probiert es, man kriegt positive Resonanz - das ist ein Kreislauf.

Sie haben eine Doppelrolle - selber als Schülerin dabei und später als Mentorin.
Das war spannend, das nochmal aus einer anderen Perspektive zu erleben, die Große zu sein. Ich hatte zwei Mädels. Die eine war sehr aufgeweckt und offen, die andere ein bisschen schüchterner. Komischerweise war‘s dann genau andersrum: Die Aufgeweckte ist dann voll in die Pubertät gekommen, hatte ihren ersten Freund und alles andere im Kopf, nur nicht Ehrenamt. Die Schüchterne dagegen hat unglaublich profitiert und ist sehr aus sich rausgekommen. Da war ich wieder ein bisschen stolz, als sie ihre Urkunde bekommen hat.

Hilft Ihnen die Erfahrung auch beruflich?
Auf jeden Fall. In jedem Beruf braucht man Sozialkompetenz. Deswegen finde ich es wichtig, dass sich das Projekt auch an Real- und Mittelschüler richtet. Wahrscheinlich bringt das Projekt ihnen sogar noch mehr als uns verhätschelten Gymnasiasten, mehr Stolz und Selbstwertgefühl. Auch das ist ein toller Punkt an Youngagement, dass es alle miteinschließt.

Kontakt

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DER PARITÄTISCHE
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93047 Regensburg

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